12. Juli 2026

Lesung von Peggy Mädler:

Selbstregulierung des Herzens

Nur einen Tag nach der Eröffnung der beiden Ausstellungen in der Dorfkirche las Peggy Mädler aus ihrem gerade erschienenen Roman „Selbstregulierung des Herzens“, dessen Protagonisten ein Stück Prendener Datschenleben aus den Sechziger- bis Neunzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts erfahrbar machen. Peggy Mädler fängt präzise Leben und Träume sehr verschiedener Charaktere ein, geprägt von der Ambivalenz zwischen Hoffen und Zweifeln, harter Arbeit und einem Sternenhimmel überm Bauersee. Sie beschreibt, wie sich Menschen in Systemen, die sie vorfinden, verhalten, welche Gestaltungsspielräume sie erfinden und woran sie merken, wann ein System kippt. „Dieser unbedingte Fortschrittswille, Segen oder Fluch?“, heißt es an einer Stelle. Ein Schlüsselsatz der Lesung, der nachhallt. Im Dorf, in dem es mehr Erinnerungen gibt als Zukunftsvisionen, in dem Sommergäste aus Berlin und Altprendener immer wieder neu ein Miteinander leben, ist man sich einig: „Prenden wird und muss ein „Dorf im Wandel“ bleiben.

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11. Juli 2026

Eröffnung der Ausstellungen:

Dorf im Wandel | Werkzeuge und andere Utensilien

Eine ungewöhnliche Perspektive erwartet die Besucher der zwei Ausstellungen „Dorf im Wandel“ im Kirchenschiff der Prendener Dorfkirche und „Werkzeuge und andere Utensilien“ im Kirchturm. Beide Ausstellungen wurden anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Prendener Heimatmuseum von Klaus Storde konzipiert und realisiert. Dorfgeschichte wird anhand von Postkarten erzählt, beschriebenen und unbeschriebenen. „Fritzchen kann schon rennen“ entziffert der Sütterlinkundige, als Ergänzung zum gedruckten „Gruß aus Prenden“. Anzuschauen ist alles, was es mal gab in Prenden. Man kann sich in die Schulbank drücken, sich an den Badestrand am Bauersee sehnen, die Gasthäuser und die Bäckereien besuchen und viele Dinge kennenlernen, mit denen die Prendener ihr Auskommen hatten, wie z.B. die Werkzeuge des Schmieds, mit denen dörfliche Nachhaltigkeit wieder lebendig wird.
Die Dorfkirche war am 11. Juli 2026 bis unters Dach voll mit Besuchern der Ausstellungseröffnung, die Sabine Voerster moderierte. Ferry Grott begleitete mit der Trompete, der Wandlitzer Bürgermeister Oliver Borchert, Kulturamtsleiter Jörg von Bilavsky und Ortsvorsteher Daniel Stein fanden sehr freundliche Worte für die großartige Arbeit, die Klaus Storde, Dorfchronist von Prenden, seit vielen Jahren leistet. Klaus Storde selbst hielt eine Rede zur Ausstellung. 

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28. Juni 2026

Gartenblicke - Kunst im Garten

Mehr als 35 Grad haben die Kunstinteressierten nicht abgehalten, sich auf den Weg zu Evi und Micha Günther zu machen und sich von den vielen gemalten Bildern unterschiedlicher Techniken, den Fotografien, den aufwändigen Handarbeiten, den Keramiken und den wunderschönen Leuchten ein Lächeln ins Herz zaubern zu lassen. Liebevoll eingerichtete Sitz- und Schattenecken sowie ein leckeres Buffet luden zum Verweilen und Plaudern ein. Viele Frauen, auch mit ihren Töchtern, sorgten mit ihren schönsten Sommerkleidern und Sonnenhüten zusätzlich für sommerliche Inspiration in diesem schönen Waldgarten.
„Wenn Kunst sich in Natur verwandelt, dann hat Natur mit Kunst gehandelt“ hätte Gotthold Ephraim Lessing diesen schönen Tag beschrieben.

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31. Mai 2026

Gartenblicke - Waldgarten

39 interessierte Besucherinnen und Besucher wollten sich von Sonja und Detlef Jahn bezaubern lassen und wissen, wieviel Geduld nötig ist, bis im Märkischen Sand wirklich was blüht und was das eigentlich ist, das da blüht oder wie man ein Gründach anlegen kann, auf dem Erdbeeren und Thymian um die Wette wachsen, bis in ein paar Wochen die zarte Felsennelke übernehmen wird.

Kleine Sitzinseln luden ein, sich in Fachliteratur zum Anlegen eines Naturgartens zu vertiefen und ein Getränk zu genießen. Ein schöner Garten und eine schöne Idee, sich kennenzulernen oder mal über ganz andere Themen zu plaudern.

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23. Mai 2026

Gartenkonzert

Dass die Sogenannte Anarchistische Musikwirtschaft ihre Prendener Fanbase mal wieder zu Begeisterungsstürmen animieren würde, war voraussehbar. Die jungen Musikerinnen und Musiker um Wolfram Krabiell sorgten mit ihrem wahrlich anarchistischen Genre-Mix und dem „Blast“ der Bläser für beste frühsommerliche Stimmung. Carmen Herzog, die mit diesem Event ihren Geburtstag feierte, hatte mit fleißigen Helferinnen ein äußerst leckeres Buffet gezaubert, das sich alle schmecken ließen. Der große Garten, durch den man zwanglos schlendern konnte und der Platz für Spiele für Jung und Alt bot, machte den Abend perfekt.

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17. Mai 2026

1. Erzählcafé

Wenn viele Hände helfen, geht es schneller als erwartet, den großen Kronleuchter wieder zum Glänzen zu bringen. In seine Einzelteile zerlegt, jedes noch so kleine Stück poliert und alles professionell zusammen gesetzt, schon strahlt der Messingleuchter wieder in altem Glanz. Und so ganz ’nebenbei‘ tauschten sich die freiwilligen Helfer über die Historie des Leuchters, die Qualität des guten Stücks und die fachgerechte  Behandlung von Messing aus. Wer sie noch nicht kannte, nutzte die Gelegenheit, um sich historische Filme über Prenden anzusehen, und das eigene Wissen zu vertiefen.

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16. Mai 2026

Menschentrichter

Er ist kurz, der Weg von unserer Dorfkirche in die Eckkneipe an der Schönhauser, in der die wichtigen Lebensfragen von vor hundert Jahren verhandelt werden. Wir treffen skurrile Gestalten, die uns sehr vertraut daherkommen in ihrer Verrücktheit, Lebensangst und Einsamkeit, mit ihren Gebrechen, Gemeinheiten und Eifersüchteleien. Sie sind nach Texten wunderbarer Dichter wie z.B. Wolfgang Borchert, Kurt Tucholsky und Karl Valentin ideenreich und eindringlich gestaltet vom Theater Mann & Frau, von Rosa Marie Lorensen und Thomas Mette, begleitet mit dem Akkordeon von Anja Dolak. Die letzten Sonnenstrahlen durch die Kirchenfenster können die düstere Szenerie und Kulisse nicht erhellen. „Unserer Zeit fehlt es an Austausch über Lebensfragen. Wir brauchen die Kultur, um nicht zu verwahrlosen“, sagt Thomas Mette im Anschluss. Auch insofern ein gelungener wie nachdenklicher Nachmittag, an dem so oft erschrocken gelacht wurde.

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15. März 2026

Gartenblicke - Schneeglöckchen

Sabine Voerster und Klaus Storde ermöglichten  interessierten Besuchern einen Gartenblick auf ihre reich blühende Schneeglöckchenwiese. 17 Prendener und 4 Wandersleute ließen sich von diesem Naturspektakel unzähliger kleiner Blüten bezaubern. Die Gastfreundschaft von Sabine und Klaus lud zum Naschen, Plaudern und Beisammensein ein. Es war ein gelungener Auftakt für weitere Gartenblicke.

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